Positive Psychologie Teil 4 – Kommunikation: Worte wirken..

September 9, 2015

„Das Wort besitzt eine sehr magische Kraft“, wusste schon Sigmund Freud. Nun mag man zu dem österreichischen Neurologen stehen wie man will, diesen Satz unterschreibe ich.

 

Worte haben eine starke Wirkung auf uns. Egal, ob heftige Diskussionen, kritische Worte, Motivation oder ernstgemeintes Lob - Sprache berührt. Worte können uns begeistern und antreiben oder tief verletzen, manche hängen einem tagelang nach, andere werden immer unvergesslich bleiben.

 

Aber nicht nur Worte, die wir hören, auch und insbesondere Worte, die wir selbst wählen, wirken auf uns. So wurde etwa wissenschaftlich festgestellt, dass die Aussprache eines Tabuwortes bei uns selbst körperlich messbare Stresssymptome hervorrufen kann.

 

Das Schöne daran, Worte, die wir selbst benutzen, können wir selbst wählen, haben wir nicht nur in der Hand, sondern quasi im Mund. Und vorher im Kopf.

 

Dass die Art wie und was wir denken, beeinflusst, was wir aussprechen, ist unbestritten. Umgekehrt funktioniert es aber genauso. Man könnte sogar argumentieren, dass das gesprochene Wort eine noch stärkere Wirkung hat als ein bloßer Gedanke.

 

Worauf ich hinauswill?  Seien Sie achtsam mit Ihren Worten – sich selbst und anderen gegenüber. Formulieren Sie Dinge positiv. Ein Beispiel: „Sie werden diesen Kauf nicht bereuen“ wird zu „Herzlichen Glückwunsch“. Ein „gar nicht so schlecht, da gibt es nichts zu meckern“ wird zu „eine super Leistung, toll gemacht!“ Unser Hirn denkt in Bildern. Jede Nicht-Formulierung kann das Gehirn nicht in ein sinnvolles Bild umsetzen. Den rosaroten Elefanten kennen Sie. Ähnlich verhält es sich mit negativen Formulierungen. In der Kommunikation ist es viel wirksamer, mit positiven Assoziationen entsprechende Zielbilder zu erzeugen.

 

Natürlich können wir nicht jedes Wort erst dreimal im Kopf umformulieren bevor wir es aussprechen.  Aber üben lohnt sich. Denn auf seine Sprache zu achten und sie bewusst positiv einzusetzen, ist eine der mächtigsten Veränderungen, die wir angehen können.

Und der Schlüssel zur Veränderung liegt in Ihrer täglichen Routine. Denn „Viele Menschen überschätzen, was sie kurzfristig leisten können, unterschätzen aber, was langfristig möglich wäre, wenn sie dranbleiben und weitermachen.“

 

In diesem Sinne: Bleiben Sie dran, an Ihren Worten! Ich übe auch noch. Täglich.

 

Für die weitere Lektüre

http://ideas.ted.com/what-a-difference-a-word-can-make-how-a-single-word-can-change-your-conversation/

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