Agiles Arbeiten – (K)ein Kinderspiel für Kommunikationsprofis

August 5, 2016

Agile Formen des Projektmanagements erfahren zunehmend mehr Aufmerksamkeit. Auch wenn es bisher nur wenige Anwendungen außerhalb der IT-Welt gibt, machen Scrum, Kanban oder Lean dadurch neugierig, dass sie neue Wege aufzeigen, den Herausforderungen der „digitalen Welt“ oder der „Organisation 2.0“ besser zu begegnen. Für Kommunikationsprofis erscheint es daher lohnend, sich mit zeitgemäßen Organisations- und Arbeitsmethoden näher zu befassen. Denn die Digitalisierung der Medienwelt hat viele bisher sicher geglaubte Geschäftsmodelle zerstört und neue, nicht vorhersehbare ermöglicht. Auch die Kommunikationsbranche erlebt also eine beschleunigte Veränderung der über lange Zeit stabilen Rahmenbedingungen. Wie geht sie damit um?

 

 

Organisationsentwicklung – Wie wollen wir arbeiten?

 

Viele Kommunikationsagenturen reagieren auf die veränderten Ansprüche von Kunden und Mitarbeitern durch Investitionen in Fachkompetenzen, Führungskompetenzen oder Aktivitäten zur Unterstützung der Work-Life-Balance und des persönlichen Wohlbefindens. Das ist gut und erforderlich, bearbeitet aber lediglich äußerlich erkennbare Defizite. Um zum Kern des Themas vorzudringen, ist es zusätzlich notwendig, substanzielle Maßnahmen zu ergreifen, die die Leistungsfähigkeit der Organisation insgesamt erhöhen. Dazu reicht es aber nicht, in guten Zeiten Seminare, Trainings, Homeofficetage oder vergünstigte Fitness-Studio-Mitgliedschaften anzubieten. Vielmehr müssen im eigenen Unternehmen Rahmenbedingungen geschaffen werden, die kreative und effiziente Arbeitsprozesse geradezu unvermeidlich erscheinen lassen. Voraussetzung dafür ist eine klare Analyse der vordringlichen Herausforderungen.

 

Agile Methoden erleichtern kreative und effiziente Arbeitsprozesse

 

Agile Arbeits- und Organisationsmethoden bieten eine Fülle praktikabler Ansätze für kreative und effiziente Arbeitsprozesse. Durch zeitgemäße und schlanke Formen der Planung und Zusammenarbeit, regelmäßige Reflexions- und Anpassungsprozesse sowie Transparenz der Arbeitsprozesse für alle Stakeholder unterstützen sie die rechtzeitige und kundenorientierte Leistungserstellung in selbstorganisierten Teams. So erleichtert beispielsweise Scrum als (Projekt)-Management Framework durch seine klar definierten Rollen, Ereignisse („Meetings“) und Artefakte („Dokumente“) ein zugleich zielorientiertes und flexibles Projektmanagement.

 

Agiles Handeln erfordert Disziplin und Urteilsfähigkeit

 

Was sich leicht anhört, erfordert neben dem Willen, die Dinge voranzubringen und eine substantielle Veränderung zu erreichen vor allem Disziplin bei der Anwendung der ausgewählten Methoden und Instrumente.  Sonst wird aus dem täglichen 15-minütigen Scrum wieder ein endloses Meeting, aus dem dynamischen Product Backlog ein weiteres Konzept für die Schublade und aus der lehrreichen und zukunftsorientierten Retrospektive eine herkömmliche „Manöverkritik“ ohne Konsequenzen.

 

Wer sich davon nicht abschrecken lässt, sondern weiterhin auf die Chancen agiler Arbeit bauen möchte, sollte zuvor allerdings noch seine Urteilsfähigkeit schärfen. Denn es gehört auch zum agilen Handeln, differenziert zu bewerten, wann beispielsweise Scrum „passt“ und wann herkömmliches Projektmanagement („Wasserfall“, „Gantt-Diagramm“, „Kritischer Pfad“) besser und effizienter zum Ziel führt.   

 

Ungeachtet aller hier aufgezeigten Anforderungen und der zu ahnenden Fallgruben gilt aber sicherlich eins: Für Kommunikationsprofis führt kein Weg daran vorbei, sich substanziell mit der Frage auseinanderzusetzen „Wie wollen wir arbeiten?“

 

Näheres erfahren Sie in unserem Impulsvortrag „Agiles Arbeiten – (K)ein Kinderspiel für Kommunikationsprofis“, am 07. September 2016 um 19.00 Uhr im cw coaching campus .

 

Sie sind herzlich eingeladen. Anmeldungen gerne per Mail.

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